Podcast-Tipp: Dracula bei "Gute Geschichten"
Shownotes
Die ganze Folge hört ihr im Feed von „Gute Geschichten“: https://gute-geschichten.podigee.io/#subscribe – weiter geht’s ab 24:50.
„Der echte Dracula war kein Vampir. Er war ein Junge, elf Jahre alt und Geisel am Hof des Feindes.“
In „Gute Geschichten“ erzählt David Nathan jeden Donnerstag eine wahre Geschichte, die die Welt verändert hat. Zum Start geht es pünktlich zu Halloween in die Karpaten des 15. Jahrhunderts – zu dem Fürsten, aus dem später der berühmteste Vampir der Welt wurde.
Hier hört ihr die erste Hälfte von Folge 1. Wie es weitergeht, hört ihr bei „Gute Geschichten“: einfach in eurer Podcast-App suchen und folgen.
Diese Folge enthält explizite Schilderungen von Gewalt und Kriegsverbrechen.
„Gute Geschichten“ ist eine Produktion von Studio Jot in Zusammenarbeit mit Podimo.
Transkript anzeigen
00:00:01: Ja.
00:00:04: Ein Hinweis vorab!
00:00:06: Diese Folge enthält explizite Schilderungen von Gewalt und Kriegsverbrechen, die belastend sein können... ...die Sitz des Fürsten der Wallachai.
00:00:37: Die Wallachie ist ein kleines Fürstentum im heutigen Rumänien mitten zwischen zwei Großmächten gelegen.
00:00:44: Im Nordwesten das christliche Königreich Ungang, im Südosten das muslimische Osmanische Reich.
00:00:55: Im Morgengrauen galoppiert eine Gruppe Reiter.
00:00:59: Sie folgen einem Pfad tief im Landesinneren der von dichten alten Eichen gesäumt ist.
00:01:06: Es sind die Nachzügler der osmanischen Truppen.
00:01:09: sie sind gekommen um ein zurückweichendes Heer ihrer Landsmänner abzusichern.
00:01:15: Keine gefährliche Mission, ein ganz normaler Ausritt.
00:01:19: Zwei Reiter führen den Trupp an.
00:01:24: Wenn wir Glück haben sind wir vor der Mittagsitze zurück im Lager.
00:01:30: Das wäre gut!
00:01:32: Was ist das für einen Geruch?
00:01:35: Sumpf... Wir sind dann der Donau.
00:01:38: Ah, das ist kein Sumpfsgeruch.
00:01:43: Das ist süßlich und schwer.
00:01:45: Kein Sumpff riecht so süß.
00:01:49: Vielleicht ein totes Rind?
00:01:53: Das hier riecht anders.
00:01:54: Als wäre kein totes Tier vor uns, sondern hundert!
00:02:01: Am Waldrand öffnet sich der Blick auf eine andere.
00:02:06: Dutzende Vögel kreisen am Himmel – die Pferde werden unruhig.
00:02:25: Nenn erstreckten sich so weit das Auge reicht.
00:02:28: tausende Holzpfähle, aufgestellt in einem gigantischen Halbkreis.
00:02:33: Auf jedem Einzelnen einen aufgespießter Leichnam.
00:02:38: Manche sind nur noch verwitterte Gerippe, ausgebleicht von Sonne und Wind.
00:02:44: Andere noch so frisch, dass ihre Schatten im Morgenlicht scharf auf das Gras fallen.
00:02:50: Vereinzelt sitzen Arsvögel, so vollgefressen, dass sie sich nicht einmal erheben als die Reiter näherkommen.
00:03:01: Das sind unsere Männer!
00:03:04: Seht?
00:03:04: Das Banner der dritten Kompanie!
00:03:07: Das sind die Jungs vom Grenzposten... Welcher Mensch tut so
00:03:12: etwas?!
00:03:17: Ein dritter Reiter schließt auf, ein erfahrener Offizier mit schillernder Rüstung.
00:03:24: Er schweigt lange, sein Blick wandert über das Feld der Gepfelden.
00:03:30: Das war Wlad.
00:03:32: Wer?
00:03:34: Der Fürst der Wallachai?
00:03:36: Hier nennen sie ihn Wlad den Pfäler Und der Sultan.
00:03:41: weiß er davon!
00:03:44: Das soll wohl eine Nachricht für ihn sein.
00:03:47: Er wird es bald mit eigenen Augen sehen.
00:03:52: Den Anblick auf der Anhöhe wird keiner der Männer jemals vergessen.
00:03:57: Noch Generationen später wird man über den Wallachischen Fürsten und seine Taten sprechen, denn im fünften Jahrhundert versetzt die Grausamkeit dieses einzigen Mannes den ganzen Kontinent in Angst und Schrecken.
00:04:12: Sein ganzer Name flarrt der Dritte Drakuläa – Fürst der Wallachei genannt Dracula.
00:04:31: Ich bin David Nathan und das ist Gute Geschichten von Studio J. Heute ist fast jedem Kind der Name Dracula ein Begriff.
00:05:07: Spätestens zu Halloween wird er jedes Jahr aufs Neue zum Symbol für das ultimative Böse, furchteinflößend blutrünstig niemals endgültig zu besiegen.
00:05:20: eine Figur die im Dunkeln lauert und bei Tageslicht verschwindet.
00:05:26: Doch hinter dieser Kunstfigur steckt ein Mann, der vor über fünfhundert Jahren tatsächlich gelebt hat.
00:05:33: Ein Fürst, dessen reales Leben so absurd und blutig war, dass die späteren Legenden dagegen beinahe harmlos wirken!
00:05:42: Wann wird aus einem Herrscher ein Monster?
00:05:46: Wenn er Grenzen überschreitet oder wenn seine Feinde die Geschichte über ihn schreiben?
00:05:53: Seine Geschichte beginnt nicht als gefürchteter Tyrann.
00:05:57: Sie beginnt mit einem Jungen, der von seinem eigenen Vater verraten und zurückgelassen wurde.
00:06:04: Das ist die erste von zwei Folgen über den wahren Dracula – Die Söhne des Drachen, Brüya-Hundertehnhundertzweiundvierzig vor den Toren von Gallipoli.
00:06:29: Einer Stadt auf einer Halbinsel ganz im Westen der heutigen Türkei.
00:06:36: Fürst Vlad II.
00:06:37: von der Wallachai reitet auf die Festung zu An seiner Seite zwei seiner jüngsten Söhne.
00:06:45: Der siebenjährige Rado und der elfjährige Vlad, der den Namen seines Vaters trägt.
00:06:52: Der Fürst dreht sich zu seinem Sohn Vlad um.
00:06:56: Seht ihr?
00:06:57: Wir kommen als geladene Gäste!
00:06:59: Keine Soldaten nur eine Handvoll Wachen zur Begrüßung.
00:07:04: Der Sultan meint es ehrlich mit uns – er hält sein Wort.
00:07:08: Solange wir ihm keinen Grund geben, uns zum Estrauen tut er es auch nicht.
00:07:13: Und wenn ihm doch jemand einen Grund gegeben hat?
00:07:17: Deshalb bin ich mit euch hier, um genau das persönlich zu klären!
00:07:22: Warum mussten wir mitkommen?
00:07:25: Damit der Sultan sieht dass ich nichts zu verbergen habe.
00:07:28: ein Mann der seine Söhne mitbringt plant keinen Verrat.
00:07:33: Warum gerade wir
00:07:34: zwei?!
00:07:35: Warum ist Mircha nicht mitgekommen?
00:07:38: Weil Mircha der älteste von euch.
00:07:41: Er regiert zu Hause und kümmert sich um alle Anliegen.
00:07:46: Macht ihr keine Sorgen, wir sind in ein paar Tagen zurück!
00:07:57: Sultan Murad II hat Fürst Vlad II zu sich gebeten, um offene Zweifel an seiner Treue und Gefolgschaft auszuräumen.
00:08:07: Der Fürst von Belgrad ebenfalls vorgeladen ist der Einladung nicht gefolgt.
00:08:13: Er misstraut der osmanischen Gastfreundschaft.
00:08:19: Die Lage zwischen Christen und Osman auf dem gesamten europäischen Kontinent ist angespannt.
00:08:25: Fürst Vlad II kennt diese Sorge nur zu gut, und reitet trotzdem zum Sultan.
00:08:35: Halt!
00:08:35: Absitzen alle!
00:08:37: Ein osmanischer Soldat stellt sich der Gruppe in den Weg.
00:08:42: Was soll das?
00:08:43: Ich bin hier auf Einladung des Sultans.
00:08:46: Der Sultan lässt euch festnehmen mit den Waffen.
00:08:49: Vater, ich habe sein Wort.
00:08:52: Freies Geleit!
00:08:53: Das hat der Sultan... Sein Wort gilt so lange es ihm nutzt.
00:08:57: Heute nützt es ihn nicht mehr.
00:09:01: Hört auf mich.
00:09:02: was auch passiert Ich hole euch zurück.
00:09:05: das verspreche ich euch.
00:09:09: bringt die Jungen nach Erdiges.
00:09:12: Liegt das?
00:09:14: Tief in den Bergen.
00:09:23: Innerhalb weniger Sekunden ist aus einer diplomatischen Visite eine Geiselnahme geworden.
00:09:30: Man trennt die Brüder von ihrem Vater, noch bevor die beiden Jungen begreifen wie ihnen geschieht.
00:09:37: Tage lang werden die beiden Söhne ins Landesinnere verschleppt, tief nach Anatolien in eine Bergfestung deren Namen sie noch nie gehört haben.
00:09:48: Radu blickt seinen älteren Bruder Vlad an.
00:09:52: Vlad?
00:09:54: Meinst du Vater kommt nach ... Ich weiß es nicht!
00:09:59: Er hat gesagt dass uns nichts passieren wird und dann hat er sich wohl geirrt.
00:10:07: Dadu beginnt zu weinen.
00:10:10: Vlad schweigt, er starrt auf den Weg vor sich bis die düsteren Mauern der Festung Erdiges in den Bergen auftauchen.
00:10:28: Im fünften Jahrhundert ist der europäische Kontinent Schauplatz eines gigantischen Machtkampfes zwischen zwei Welten – dem christlichen Europa und im islamischen Orient.
00:10:40: Im Zentrum dieses Ringens steht das einst mächtige byzantinische Reich Doch um fourteenhundertvierzig ist es auf kaum mehr als eine einzige Stadt zusammengeschrumpft.
00:10:51: Konstantinopol, das heutige Istanbul Die einst uneinnehmbare Metropole ist bereits vollständig von Osmanischem Gebiet umzängelt.
00:11:04: Das osmanische Reich is die aufsteigende Großmacht der Epoche Straforganisiert militärisch hochüberlegen und angetrieben von der religiösen Pflicht den Islam nach Westen auszubreiten.
00:11:19: Der christliche Gegenpol hingegen ist tief gespalten, im Westen das katholische Europa unter dem Papst in Rom und dem mächtigen Königreich Ungarn, im Osten die orthodoxen Reiche.
00:11:33: der Schauplatz an dem diese Welten aufeinanderprallen isst der heutige Balkan eine Pulverfassregion.
00:11:40: geprägt von wechselnden Allianzen liegt die Wallachai, ein kleines Fürstentum an der Donau.
00:11:49: Um zu überleben muss die Wallachei beiden Großmächten gleichzeitig dienen.
00:11:54: Ein diplomatischer Drahtseilakt, der kaum einem Herrscher länger als ein paar Jahre gelingt.
00:12:05: Der Mann dessen Söhne gerade in die Hände des Sulthans gefallen sind heißt Vlad II.
00:12:13: Seit einigen Jahren trägt er den Beinamen Dracul, der Drache Vlad ist Mitglied im Drachen-Orden, einem elitären Ritterbund der geschworen hat das christliche Europa gegen den Islam zu verteidigen.
00:12:28: Und ausgerechnet dieser Drachenritter muss nun zwei seiner drei Söhne seinem muslimischen Lehnsherren überlassen.
00:12:37: Fast ein Jahr lang sitzt der Vater, first Vlad II in Osmanischer Haft zunächst in Galipoli dann im nahen Adrianopel.
00:12:47: Erst gegen einen Schwur auf Bibel und Koran.
00:12:50: zugleich, nie wieder gegen den Sultan zu kämpfen kommt er frei.
00:12:56: Der Preis?
00:12:57: Tribut!
00:12:58: In Form von Fünfhundert Knaben für die Janicharen-Ausbildung – Die Leibwache des Sultans, die aus zwangsrekrutierten jungen Christen besteht.
00:13:08: Und seine beiden jüngsten Söhne bleiben wo sie sind.
00:13:12: Fürsten Söhne als eine Art Pfand auf die Treue zu geben, ist im fünften Jahrhundert gängige Diplomatie.
00:13:19: Eine Art Kreditaufvertrauen bezahlt mit dem Leben von Kindern.
00:13:26: Für den elfjährigen Wlad und seinen jüngeren Bruder Rado beginnt am Osmanischen Hof nun ein neues Leben in goldenen Ketten – ein Leben das die beiden Brüder auf völlig unterschiedliche Weise prägen wird.
00:13:58: Am Hof des Sultans, im Westen der heutigen Türkei.
00:14:03: Hadi Shahim Joghya Shah!
00:14:06: Hadi Shainjoghja Shah!
00:14:10: Noch einmal – und diesmal richtig, Vlad!
00:14:13: Hati Shahim-Joghjah Shah!
00:14:17: Radu trifft den Takt perfekt.
00:14:20: Vlad einen Wimpernschlag zu spät.
00:14:22: Jedes Mal.
00:14:24: Absichtlich.
00:14:27: Genug für heute... Drei Jahre leben die valachischen Fürstensöhne bereits am Hof des Sultans, drei Jahre voller türkisch Unterricht, Reitübungen und höfischer Etikette.
00:14:43: Die Brüder packen zusammen und verlassen den Raum.
00:14:50: Sie gehen auf den großen Hof des Palastes – Stein-, Arkadengänge- orientalische Gärten!
00:14:57: Und überall Jungen in ihrem Alter.
00:15:00: Fürstensehne aus Serbien, Bulgarien und Albanien Kinder von Herrschern, die dem Sultan Gefolgschaft schulden.
00:15:09: Dadu inzwischen Zehn fügt sich spürbar ein.
00:15:13: Der vier Jahre ältere Vlad verweigert sich mit jeder Faser.
00:15:18: Die beiden gehen über den Hof.
00:15:21: Ach was soll das überhaupt heißen?
00:15:23: Padishah im Jogjajaja!
00:15:26: Es heißt mein Padishaa lebe lange.
00:15:30: Und warum soll der Sultan lang leben?
00:15:33: Nur wegen ihm sind wir überhaupt hier.
00:15:35: Du könntest es dir leichter machen, weißt du?
00:15:38: Für das Leben hier musst du lernen wie man lächelt.
00:15:40: Auch wenn man's eigentlich nicht so meint Ich hab's gelernt und es funktioniert.
00:15:45: Hm ich soll also ein Heuchler werden?
00:15:48: So wie du!
00:15:49: Ich will nur dass du lernst wie man überlebt.
00:15:52: Ich überlebe auch.
00:15:54: Du überlebst wie ein Tier in einer Falle.
00:15:57: Ich Überlebe wie ein Gast.
00:16:00: Und was bist du in fünf Jahren immer noch Gast?
00:16:04: keine Ahnung Aber wenigstens bin ich dann noch da, um es rauszufinden.
00:16:08: Wenn du so weitermost... Vor nur zwei Jahren bist du noch mit dem Schwert auf einen Mann losgegangen der dich nur falsch angesehen hat!
00:16:15: Was ist aus dir geworden?
00:16:18: Ich war acht.
00:16:19: Du hast nicht gewährt Es hat sich nichts geändert.
00:16:23: Jetzt lächle ich einfach Weil's einfacher ist als hier ein Schwert zu schwingen.
00:16:28: Hm.
00:16:29: Du kämpfst also nicht mehr.
00:16:32: Ich hab aufgehört so zu kämpfen dass man es sofort sieht.
00:16:37: Rado sieht seinen Bruder an, sagt aber nichts mehr.
00:16:41: Er hat gelernt sich anzupassen nachdem er erst einmal verloren hat.
00:16:46: Vlad zieht aus derselben Situation die entgegengesetzte Lehre – niemals aufhören!
00:16:52: Immer weiter kämpfen!
00:17:00: Während sich die Brüder am Hof des Sultans auf unterschiedliche Weise einrichten beruhigt sich die Lage zwischen Christen und Osman.
00:17:08: Im August vierzehnhundertvierundvierzig beschwören beide Seiten den Frieden von Saget.
00:17:14: Er soll zehn Jahre halten!
00:17:17: Für Fürst Vlad II ist das eine Erleichterung, er muss nun nicht mehr selbst an den Hof des Sultans reisen um dort seine Unterwerfungen zu erneuern.
00:17:27: Er zahlt zwar weiter Tribut, Geld und immer wieder auch Knaben für das Heer des Sultanens aber der Druck lässt etwas nach.
00:17:37: Doch der Frieden hält nicht lange Denn einer will ihn nicht.
00:17:41: Johannes Hunyodi, der mächtigste Feldherr Ungarns, der sein Leben dem Kampf gegen die Osmanen verschrieben hat.
00:17:49: Unterstützt von einem Gesandten des Papstes aus Rom ruft er weiter zum Kreuzzug gegen die Osmane auf.
00:17:57: Sie liefern ein Argument das die Könige von Ungarn und Polen überzeugt Ein Eid gegenüber Ungläubigen bindet nicht vor Gott.
00:18:07: Fürst wlacht der zweite Gerät in ein Dilemma.
00:18:11: Kämpft er mit, riskiert er das Leben seiner beiden Söhne am Hof des Sultans.
00:18:15: Weigert er sich macht er sich den Feldherrn Johannes Hunyadi zum Feind und Hunyaddi entscheidet inzwischen mit wer in der Wallachai auf dem Thron sitzt.
00:18:26: Er selbst reitet nicht mit schickt aber Truppen.
00:18:30: Sein ältester Sohn Mirtra der als Einzige bei ihm in der Heimat bleiben durfte führt sie an.
00:18:39: Im November, vierzehnhundertvierundvierzig treffen die Fronten bei Varna aufeinander.
00:18:45: Eine Hafenstadt am Schwarzen Meer im heutigen Bulgarien.
00:18:49: Für die Christen wird es eine der schwersten Niederlagen des Jahrhunderts.
00:18:54: Zehntausende sterben darunter auch die beiden Könige von Polen und Ungarn.
00:19:00: Feldherr Hunyodi und Wladts Sohn Mircha entkommen nur knapp!
00:19:04: Der Kreuzzug ist damit endgültig gescheitert Aber Fürst Vlad II.
00:19:11: muss sich beim Sultan erklären.
00:19:14: Der Sultan lässt Vlad und Rado weiterleben, aber aus dem Fürstlichen Pfand sind mittlerweile Geiseln in ständiger Todesangst geworden an denen man jederzeit ein Exempel statuieren könnte sollte ihr Vater es noch einmal wagen sich zu widersetzen.
00:19:33: Auf der anderen Seite in Ungarn steigt der Feldherr Johannes Hunyodi trotz der verlorenen Schlacht weiter auf Und er will jetzt in der Wallachai einen Fürsten auf den Verlass ist.
00:19:54: Fürst Vlad II.
00:19:56: ist ihm durch seine Söhne beim Sultan zu erpressbar, also positioniert Hunyodi einen Rivalen für den wallachischen Thron namens Vladislav, der ihm bedingungslose Gefolgschaft verspricht.
00:20:11: Damit verliert Fürst Wlad der Zweite seinen letzten Unterstützer.
00:20:16: Das merken auch die Bujaren, sie sind der Hochadel der Wallachai.
00:20:21: ein paar Dutzend Familien.
00:20:23: Ihnen gehört das meiste Land Sie stellen die Reiter für das Heer und sie treiben die Abgaben für Tribute ein.
00:20:31: Wer Fürst werden will braucht ihre Gunst!
00:20:35: Und wer sie verliert bleibt nicht lange.
00:20:49: Vor den Toren von Thulkoviste, der Residenzstadt des Fürsten der Valachai.
00:20:54: Vor deren Toren fünfzehn Jahre später ein Wald aus Pfälen stehen wird.
00:20:59: Kein Prunkschloss sondern eine düstere Steinburg umgeben von Holzpalisaden und Erdwellen.
00:21:07: Der Fürstenhof liegt an diesem Morgen unter einem tief hängenden fast winterlichen Himmel.
00:21:13: Der erste Frost hat die Wege vor den Toren hart werden lassen.
00:21:20: Heute haben sich hier bewaffnete Männer versammelt.
00:21:25: Seit der Niederlage bei Varna drei Jahre zuvor ist die Wachmannschaft des Fürsten Vlad II auf einen Bruchteil zusammengeschrumpft.
00:21:35: Sein ältester Sohn Mircha eilt zu ihm, um ihn zu berichten.
00:21:40: Vater!
00:21:41: Die Bojaren stehen vor dem Tor.
00:21:44: Was wollen sie?
00:21:45: Sie sind jedenfalls nicht gekommen, um zu reden.
00:21:49: Und wie viele sind es?
00:21:50: Genug, um das Tor einzuschlagen wenn wir's nicht öffnen.
00:21:55: Der Anführer der Bojaren tritt vor das Tor in Rüstung, aber ohne erhobene Waffen.
00:22:02: Ihr habt zu lange auf beiden Seiten gestanden, First!
00:22:05: Erst schickt ihr eure Truppen gegen den Sultan während zwei eurer Söhne in Geiselhaft sitzen Dann zahlt ihr weiter Tribut an genau die Macht, die ihr gerade bekriegt habt.
00:22:16: Selbst eure eigenen Kinder wissen nicht mehr, wessen Vater ihr seid.
00:22:21: Ich habe getan was nötig war um die Wallachai am Leben zu erhalten.
00:22:25: Zwischen zwei Müllsteinen zerreibt sich niemand freiwillig.
00:22:29: Aber wir zahlen euren Preis!
00:22:32: Unsere Höfe werden doppelt besteuert, einmal für den Tribut an den Sultan und einmal für die Reiter, die ihr nach Ungarn schickt.
00:22:39: Wenn der Sultan von eurem Verrat bei Warner erfährt sind es unsere Dörfer an der Grenze, die brennen nicht dieser Palast hier.
00:22:48: Also verkauft ihr mich jetzt an den meistbietenden?
00:22:51: Wir verkaufen niemanden.
00:22:53: Wir wählen nur den Fürsten, der uns nicht zwischen zwei Feuer stellt.
00:22:58: Ihr vergesst wem ihr dieses Land verdankt?
00:23:02: Wir erinnern uns genau!
00:23:04: Deshalb sind wir hier.
00:23:08: Wir haben nicht genug Männer... dann verhandeln wir.
00:23:13: Es gibt nichts mehr zu verhandelen.
00:23:17: Eure Herrschaft ist vorbei.
00:23:26: Das Tor bricht Der Fürstenhof wird überrannt.
00:23:33: Fürstblatt Dracul gelingt im Chaos die Flucht Doch in den Sümpfen von Balteni holen ihn Honyadis Häscher ein.
00:23:41: Sie schlagen ihm den Kopf ab.
00:23:44: Seinen ältesten Sohn Mircha trifft ein noch grausameres Schicksal, die Bojaren nehmen ihn gefangen.
00:23:51: Sie brennen ihm mit glühenden Eisen die Augen aus und vergraben ihn bei lebendigem Leib.
00:24:01: Als das Gerücht über den blutigen Sturz Wochen später den Hof des Sultans erreicht sind Vater und der ältere Bruder längst unter der Erde.
00:24:10: Der sechzehnjährige Vlad ist jetzt kein Fürstensohn mehr, er is der Erbe einer ausgelöschten Dynastie.
00:24:19: Und in seinem Kopf brennt von diesem Tag an nur noch ein einziger Gedanke!
00:24:31: Wie die Geschichte weitergeht, Vlads Fall sein Tod und wie ein britischer Schriftsteller ihn vierhundert Jahre später unsterblich macht.
00:24:41: erzählen wir euch in gute Geschichten vom Studio J. Such einfach nach gute Geschichten in deiner Podcast-App oder klick direkt auf den Link in unseren Shownotes, um den Podcast zu hören.
00:24:54: Pünktlich zu Halloween auf Spotify, Polimo, Apple-Podcasts und überall wo es Podcasts gibt!
00:25:00: Jetzt folgen.
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